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Oktober 7, 2016 fritz

Krass, nur noch 35 Tage bis zur Stafettenlesung in Rostock

Markus Beckedahl: Einblicke ins Scheitern des Widerstands

Der Chefredakteur von Netzpolitik.org, Markus Beckedahl, hat – wie sollte es bei einem Netzaktivisten wie ihm auch anders sein – von Peter Weiss erstmals im Internet etwas mitbekommen. Dort las er von der Hörspielbearbeitung der „Ästhetik des Widerstands“ und fühlte sich allein vom Titel schon sehr angesprochen. Deshalb hat er angefangen, sich damit zu beschäftigen und musste feststellen, dass sich hier bei ihm eine Lücke in der Kenntnis der deutschen Nachkriegsliteratur auftat: Kein Wunder, so sagt er, wo in der Schule alles mit Hitler aufhört.

Erfreut hat es Beckedahl, der vergangenes Jahr im Zentrum einer handfesten Staatsaffäre stand, zur Kenntnis genommen, dass mit dem 100. Geburtstag Peter Weiss‘ eine Neubesinnung auf dessen Werk stattfindet. Es gebe also auch jetzt, in Zeiten, wo nicht nur in Deutschland, sondern vor allem auch in Europa rechte Ideologien Auftrieb hätten, das Bewusstsein, sich nochmal verstärkt mit den Mechanismen zu beschäftigen, wie das mit der Nazizeit überhaupt passieren konnte. „Da bietet die ‚Ästhetik des Widerstands‘ zumindest Einblicke, wie der Widerstand scheitern konnte.“

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