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Oktober 14, 2016 fritz

Noch 28 Tage bis zur Stafettenlesung

Mit der „Ästhetik“ nachdenken, wie’s weitergehen kann

Die Schriftstellerin Kathrin Röggla ist Vizepräsidentin der Akademie der Künste in Berlin und hat unsere Stafettenlesung ebenfalls mit dem Einlesen eines Abschnitts der „Ästhetik des Widerstands“ unterstützt. Von ihrem Uniprofessor in Salzburg, Hans Höller, und einem linken Kommilitonen ist ihr Peter Weiss näher gebracht worden, gekauft hat sie sich die „Ästhetik“ aber erst 1993: „Es war im Juli in Berlin“. Sie findet es interessant, dass das Werk Weiss‘ wieder Aufwind bekommt, es seien ja in den letzten Jahren einige Sachen dazu erschienen, etwa die Hörspielfassung des Bayerischen Rundfunks und auch eine Theater-Inszenierung. Weiss werde jetzt stärker akzeptiert und wahrgenommen: Vielleicht, so sagt sie, sei einfach die Zeit reif gewesen für diese Art der Wiederbeschäftigung mit dem Text: „Ganz einfach, weil wir in einer Zeit leben, die radikal mit diesen Themen zu kämpfen hat, die hier verhandelt werden; also die Zunahme von Verteilungskämpfen, auch von Verteilungsungerechtigkeiten, der Rechtspopulismus und faschistoiden Politiken machen es notwendig, dass man auch wieder mal zurückgeht und liest.“ Das helfe vielleicht auch beim Nachdenken, wie’s weitergehen kann.

 

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