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September 5, 2016 stefan n

Nur noch 67 (und nicht 1001) Nächte bis zur Stafettenlesung

Die verschollenen Bilder des Malers Peter Weiss

Peter Weiss ist heute vor allem als Roman- und Theaterautor bekannt. Dabei trieb ihn sein Wunsch

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Collage aus dem Zyklus „Tausendundeine Nacht“ von Peter Weiss: Fotografische Dokumentation des verschollenen Bildes              Foto: Peter Weiss / Mikael Sylwan

, als Maler anerkannt zu werden, seit seiner Jugend an bis zu seiner Entscheidung, sich vollkommen auf sein Wirken als Autor zu konzentrieren. Er gab die bildende Kunst auf. Erst kurz vor seinem Tod nahm er den Faden wieder auf und fertigte eine Serie von Collagen mit dem Titel „Tausendundeine Nacht“. Für das Verständnis der ihn antreibenden „inneren Welt“, wie sie sich insbesondere in seiner frühen Prosa, aber auch darüber hinaus, und in seiner transmedialen künstlerischen Arbeitsweise niederschlägt, gibt die Bilderwelt von Peter Weiss viele Aufschlüsse. Leider sind die Bilder von Peter Weiss zum allergrößten Teil seit 2006 verschollen. Gunilla Palmstierna Weiss berichtete uns 2014 vom spektakulären Kunstraub und der bis heute vergeblichen Suche nach den Bildern von Peter.

 

Für eine Ausstellung im Uppsala-Museum in Schweden sichtete Mikael Sylwan, Peter Weiss‘ Stiefsohn, die erhaltenen Fotografien der Bilder, bearbeitete sie aufwändig und stellt sie in Bildspielen und Einzelprojektion zusammen. Diese Arbeiten stellt das Museum noch bis zum 8. Januar 2017 zusammen mit einigen aus privaten und öffentlichen Sammlungen erhaltenen Bildern der Öffentlichkeit vor. In Potsdam widmet sich vom 17. September bis zum 30. Oktober die Ausstellung Peter Weiss – Inmitten meiner Bilder dem bildnerischen Werk von Peter Weiss. Der Bildband „Peter Weiss. Malerei, Zeichnungen, Collagen“, herausgegeben von Raimund Hoffmann, ist 1984 im Henschel-Verlag  erschienen und antiquarisch noch zu bekommen. (sn)

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