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September 28, 2016 fritz

Noch 44 Tage bis zur Stafettenlesung

Zeckenrapper Refpolk: Antifaschismus als Kampf für eine bessere Welt

Refpolk unterstützt die Stafettenlesung in Rostock und hat seinen Part bereits für uns eingelesen. Er ist nicht nur Musiker und Künstler, sondern auch Bildner, der in Seminaren zu (Hetero-)Sexismus & Männlichkeit im Rap im Kontext von Rassismus und Rap-Workshops politische Bildung im besten Sinne betreibt. Er sagt, Peter Weiss und die „Ästhetik des Widerstands“ hätten zwar nicht direkt Einfluss auf seinen Werdegang gehabt, wohl aber als Teil einer grundsätzlichen Herangehensweise an Politik und Musik oder Kunst. Dabei hätten ihn wesentlich Gespräche mit Zeitzeugen, mit Verfolgten des Nationalsozialismus oder Menschen aus dem antifaschistischen Widerstand geprägt. Und da tauche ja viel auf, was auch Teil der „Ästhetik“ sei, „also Antifaschismus nicht nur als Kampf gegen Nazis, sondern auch als Kampf für eine bessere Welt oder in dem Sinne auch für die Weltrevolution“. Da hätten ihn auch andere Bücher, wie etwa Kurt-Julius Goldsteins „Der Judenkönig“ oder Anna Seghers „Das siebte Kreuz“ geprägt. Bei Peter Weiss sei es eben die grundsätzliche Herangehensweise, die intensive, sehr genaue Recherche gewesen, die sein politisches und künstlerisches Agieren beeinflusst habe. Und die Bedeutung von Peter Weiss großem Roman werde, da ist sich Refpolk sicher, an Bedeutung als historisches Dokument noch gewinnen, wenn demnächst die letzten Zeitzeugen verschwunden sein werden.

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