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September 19, 2016 fritz

Noch 53 Tage bis zur Stafettenlesung in Rostock

Inmitten seiner Bilder

Sie nennen ihn einen „Universalkünstler“ und „Freidenker“ und widmen ihm neben einer Ausstellung seiner Bilder auch eine Veranstaltungsreihe. Gemeint ist das Potsdam-Museum mit seinem Projekt „Peter Weiss – Inmitten meiner Bilder“, das am vergangenen Samstag mit der Ausstellungseröffnung begann und am kommenden Donnerstag die „Ästhetik des Widerstands“ in den Mittelpunkt des Interesses rückt – sehr zu unserer Freude.

In der Ankündigung einer Lesung aus der „Ästhetik“ heißt es:

Ästhetik ist immer politisch

Donnerstag, 22. September 2016 – 18 Uhr: Neben der Geschichte der Klassenkämpfe zwischen 1917 und 1945, beschreibt Peter Weiss in der „Ästhetik des Widerstands“ die Geschichte der Kunst. Etwa einhundert Kunstwerke werden erwähnt oder beschrieben. In der Veranstaltung am Donnerstag, den 22. September 2016 um 18 Uhr werden Bildbeschreibungen zu  Géricaults „Floß der Medusa“, Gaudis „Sagrada Familia“ und Picassos „Guernica“ präsentiert. „Weiss will die Kunst als das kollektive Gedächtnis der Menschheit nicht vom revolutionären Prozess der Befreiung abtrennen, ja für ihn wird der politische Kampf erst in der kulturellen Revolution zur Erfüllung gebracht,“ schreibt Hanjo Kesting im „Spiegel“. Die Kunst ist für Weiss „das Mittel, die Starre der politischen Institutionen aufzulösen und uns an die Vielfalt unserer Wahrnehmungen zu erinnern“.
Die Veranstaltung in Kooperation mit quer.KULTUR e.V. findet im Potsdam Museum in Kooperation mit dem Potsdam Museum und dem Literarturladen Wist statt. Es liest die Schauspielerin und Sprecherin Nina West. Einführung: Felix Palent (Literaturladen Wist)“

Wer die verlockende Veranstaltung besuchen will, muss sich wohl anmelden und sollte dafür auf den Link oben drücken. Nina West hat übrigens auch für unsere Stafettenlesung einen Abschnitt aus der Ästhetik des Widerstands“ eingelesen – darauf kommen wir in den nächsten Tagen zurück.

Zum gesamten Peter-Weiss-Zyklus heißt es auf der Website des Potsdam-Museums: „Mit der Sonderausstellung zum bildkünstlerischen Früh- und Spätwerk von Peter Weiss beginnt im Herbst 2016 eine umfassende Werkschau in Potsdam zum 100. Geburtstag des bedeutenden Freidenkers. Das Filmmuseum Potsdam, das Hans Otto Theater, die Universität Potsdam , die Stadt-und Landesbibliothek Potsdam und der Potsdamer Kunstverein präsentieren das facettenreiche Gesamtkunstwerk in Bild, Film, Wort und Schrift. Die Ausstellung und das Symposium „Ermittlungen – 100 Jahre Peter Weiss“ der Universttät Potsdam in Kooperation mit dem Potsdam Museum ist Bestandteil eines breiteren Kulturprogramms „Peter Weiss 100. Potsdamer Positionen“, das zwischen September und November 2016 weitere Veranstaltungen sowie Ausstellungen umfasst.“

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