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August 24, 2016 fritz

Noch 79 Tage bis zur Stafettenlesung

Hans Coppi und die „Ästhetik des Widerstands“

Für das Projekt der Stafettenlesung hat auch Hans Coppi einen Teil der „Ästhetik des Widerstands“ eingelesen und sich unseren Fragen gestellt. Für die Organisator_innen und das ganze Projekt etwas sehr besonderes, denn Hans Coppi kommt in der „Ästhetik des Widerstands“ als authentische Person vor: Er ist der Sohn von Hilde und Hans Coppi, die als Mitglieder der Widerstandsgruppe „Die rote Kapelle“ von den Nazis in Berlin hingerichtet wurden. Hans Coppi, der Vater erfuhr noch, dass seine Frau ein Kind zur Welt gebracht hatte, ehe er am 19. Dezember 1942 in Plötzensee erhängt wurde. Hilde Coppi konnte ihr Kind noch bis August 1943 stillen. Nachdem Hitler ein Gnadengesuch abgelehnt hatte, ist sie am 5. August 1943 enthauptet worden. Eines der erschütterndsten Kapitel der „Ästhetik des Widerstands“ ehrt das Andenken der Widerständler_innen mit der Schilderung von deren Hinrichtung aus dem Blickwinkel des damaligen Gefängnispfarrers Harald Poelchau.

In unserem heutigen Video schildert Coppi seine erste Begegnung mit Peter Weiss – übrigens in Rostock-, der seinen Eltern ein literarisches Denkmal gesetzt hat.

Das August-Bebel-Institut hat Hans Coppi am kommenden Freitag zu einem Abend als Zeitzeugen eingeladen, was für unsere Berliner Leser_innen ein spannende Veranstaltung sein könnte:

Zum 100. Geburtstag von Peter Weiss

Ästhetik und Widerstand: Hans Coppi als historische Persönlichkeit und literarische Figur

In seinem Epochenroman »Die Ästhetik des Widerstands« spielt der junge Kommunist Hans Coppi, der als Widerstandskämpfer von den Nazis ermordet wird, eine zentrale Rolle. Die Figur ist dem realen Mitglied der »Roten Kapelle« nachgebildet. Wir erinnern an Peter Weiss, führen in den Roman ein und sprechen mit dem Sohn Hans Coppis über seinen Vater als Person und literarische Figur.

Mit: Dr. Hans Coppi (Historiker und Vorsitzender der VVN-BdA Berlin)

In Kooperation mit dem Willi Münzenberg Forum

Anmeldung erbeten unter anmeldung@august-bebel-institut.de

Am Freitag, 26. August 2016, 19–21 Uhr, im ABI in der Müllerstr. 163 13353 Berlin (S+U Wedding)

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